Inventar¶
Jeder Agent meldet bei jedem Checkin ein vollständiges Hardware-/Software-Inventar – kein manuelles Scannen nötig.

Was erfasst wird¶
- Hardware: Hersteller, Modell, Seriennummer, CPU (Modell + Kerne), Arbeitsspeicher, Datenträger.
- Betriebssystem: Name, Version, angemeldete Benutzer, Uptime.
- Netzwerk: Schnittstellen mit IP- und MAC-Adressen; öffentliche IP.
- Software: installierte Anwendungen mit Versionen; Drucker.
- Lauschende/offene Ports: Der Agent meldet lauschende Sockets (Angriffsfläche), dazu eine Prüfung der externen Erreichbarkeit und ein Check-Typ für eine Port-Whitelist.
- Temperaturen: jeder Sensor, den das System bereitstellt (CPU-Package/-Kerne, Chipsatz,
NVMe, GPU, Mainboard), mit den Warn- und Kritisch-Schwellen des Chips selbst – angezeigt
auf der Geräteübersicht mit einem Status pro Sensor. Mehrere SSDs werden nach ihrem
Kernel-Gerät benannt (
nvme0 Composite,nvme1 Composite), wie in Proxmox; AMD-CPUs, die keine Grenzwerte melden, nutzen AMDs Tjmax von 95 °C (Warnung ab 85 °C). - Lüfter: Drehzahl (U/min), PWM-Tastgrad und Alarm-Flag jedes Lüfters unter Linux (hwmon). Anschlüsse ohne angeschlossenen Lüfter werden ausgelassen; ein Lüfter, der sich zuvor gedreht hat und stoppt, wird als steht gemeldet.
- Proxmox VE: auf einem PVE-Host alle VMs/Container mit Ressourcen und Backup-Status – siehe Proxmox VE.
Live-Auslastung & Verlauf¶
Hole bei Bedarf einen Live-Snapshot von CPU (pro Kern), RAM, Datenträger und Netzwerk – und blättere durch gespeicherte Zeitreihen mit Diagrammen über 24 h / 7 d / 30 d. Geräte mit Sensoren bekommen ein zweites Diagramm für die heißeste CPU-Temperatur (eigene °C-Achse, Hover zeigt Wert und Zeitpunkt).
Woher die Temperaturen kommen
Linux liest /sys/class/hwmon (inklusive der Schwellwerte jedes Chips), FreeBSD
sysctl, macOS den SMC und Windows die WMI-Thermalzonen – die viele Windows-Boards leer
lassen. Virtuelle Maschinen haben normalerweise gar keine Sensoren; der Abschnitt bleibt
dann einfach ausgeblendet.
Lüfter und Mainboard-Temperaturen brauchen unter Linux den Treiber für den
Monitoring-Chip des Boards (z. B. nct6775, it87) – CPU- und NVMe-Sensoren
funktionieren sofort, Board-Chips oft erst nach modprobe nct6775 (oder einmaligem
sensors-detect). Server mit BMC stellen Lüfter häufig nur über IPMI bereit. Viele
Mini-PCs haben überhaupt keinen vom OS auslesbaren Lüfter – der Embedded Controller
regelt ihn selbstständig; Roster zeigt dann keine Lüfter.

Plattformübergreifende Agents¶
Agents laufen als Dienst unter Windows, Linux und macOS und aktualisieren sich selbst vom Server. Sie arbeiten im Pull-Modell – nur ausgehende Verbindungen, kein eingehender Port auf dem Client.
Benutzerdefinierte Felder¶
Hänge benutzerdefinierte Felder im TRMM-Stil an eine Firma, einen Standort oder ein Gerät
und befülle sie über JSON-Collector-Tasks und Twig-ähnliche Platzhalter (z. B.
{{ agent.domains | first }}).

Spalten der Liste wählen¶
Der Button Spalten über der Geräteliste öffnet eine Auswahl: Hake die eingebauten Spalten an oder ab (Firma, Standort, Hersteller, Modell, Seriennummer, öffentliche IP, MAC, … zusätzlich zu den Standardspalten) und ergänze je eine Spalte pro benutzerdefiniertem Feld – ein Feld, das ein Check etwa mit einer Docker-Image-Version befüllt, erscheint direkt in der Liste und aktualisiert sich mit ihr. Link-Felder werden als Links dargestellt, Listen kommagetrennt, Checkboxen als ja/nein.

Der Filter-Editor (Button Filter) kennt dieselben benutzerdefinierten Felder: Wähle eines als Feld der Bedingung und vergleiche es wie jede eingebaute Spalte – enthält, =, ≠ für Text und Listen, >/< für Zahlen, ja/nein für Checkboxen, die definierten Optionen für Auswahlfelder. Zwei zusätzliche Operatoren, gesetzt und nicht gesetzt, erfassen Geräte, bei denen ein Collector-Task das Feld (noch) nicht geschrieben hat. So listet docker_version ≠ 1.27.2 jeden Host, der noch ein altes Image fährt, und du kannst diesen Filter wie jeden anderen speichern.
Die Spaltenauswahl, deine gespeicherten Filter und die Spaltenauswahl des CSV-Exports werden in deinem Benutzerkonto auf dem Server gespeichert, nicht im Browser – sie folgen dir also, wenn du dich woanders anmeldest. Werte, die ältere Versionen im Browser abgelegt haben, werden beim ersten Öffnen der Liste migriert.